Die Galerie en passant präsentiert in der Ausstellung VIER POSITIONEN vier Künstlerinnen, die sich in ihrer Arbeitsweise, Ausdrucksform und Materialität (Stein, Ölfarbe, Tanz und Papier) deutlich voneinander absetzen.
Den roten Faden der Ausstellung bildet die Auseinandersetzung mit Bewegung - die Bewegung des Lichts, des Körpers, die Geschichte der Bewegung und der Form, verknüpft mit sichtbaren und virtuellen Linien im Raum.
Erstmals stellt Mechthild Ehmann ihre bildhauerische Arbeit vor. Bereits bekannt durch Ausstellungen in den letzten Jahren sind Dorothea Schutsch (Bingo, Im Café) sowie Martina Reichelt und Uschi Krempel (moving layers, mehrspurig I + II).
Jede Technik löst beim Betrachter bestimmte Erwartungen aus und allen vier Künstlerinnen gemeinsam ist die Faszination für das Verschieben dieser Grenzen. Der schwere Stein ist erstaunlich beweglich; Leichtigkeit und Flüchtigkeit des Tanzes wird dauerhaft und sichtbar; flirrende Farbflächen verwischen die Grenze von realistischen Räumen zu atmosphärisch abstrakten Bildern und die improvisierte Bewegung im Druckprozess löst starre, in Metall fixierte Linien auf. Das spielerische Auskosten des Wechsels der „Aggregatzustände“ wird den Besucher faszinieren.
Dorothea Schutsch zeigt neue Arbeiten aus ihrer Bildserie „Im Café“, die sie im Januar 2009 bereits in einer Einzelausstellung zeigte.
Grundlage ihrer Arbeit ist die Zeichnung, mit der sie ihre Beobachtung von Raum und Gegenstand festhält. Diese überlagert sie mit reinen Farbfeldern und Verwischungen, zum Teil ausgeführt mit einem breiten Pinsel und auf unterschiedlichen Malgründen.
Die damit erreichte Dynamik des Bildgeschehens erzählt von Räumen, die sich im fließenden Tageslicht ständig verändern. Die Künstlerin interessiert dabei weniger eine realistische Darstellung als die Umsetzung von Wahrnehmung und Atmosphäre.
In den Skulpturen von Mechthild Ehmann steht die Strenge der Linie in einem Spannungsverhältnis zur Sinnlichkeit von Form und Volumen; die Objekte lassen sich vom Betrachter in Bewegung versetzen - in der „Verflüßigung“ von Linie und Volumen wird Veränderlichkeit in Raum und Zeit erfahrbar. Auch hier geht es nicht um die Abbildung bekannter Formen, sondern um die Evokation von Stimmungen, von Befindlichkeiten, von Körperlichkeiten.
In Uschi Krempels Radierungen wirkt die Linie,lebendig und bewegt, wie das architektonische Gerüst, auf das sich farbige Flächen schieben und neue Wirklichkeiten und Landschaften schaffen. Im Fokus ihrer Arbeitsweise steht das experimentieren im Druckprozess. Situativ im Arbeitsprozess des Druckens entscheidet sie was, wo und wie aufs Papier kommt.
Bei Martina Reichelt wird die Künstlerin selbst als Person zum Subjekt der Bewegung. Das was vom Tanz bleibt sind die Erinnerungen in den Köpfen der Zuschauer. Die Arbeiten von Martina Reichelt machen diese Spuren sichtbar. Es sind Abdrücke des Körpers, Bewegungslinien, Bremsspuren, bildhafte Zeichen eines zeitlichen Ablaufs. Es entstehen Bilder, die eine nächste Bewegungssequenz auslösen.
In dem Wechselspiel zwischen Notation und gemalten Momentaufnahmen erhalten die Bewegungen des Tanzes eine neue zeitliche Dimension.
Vernissage: Freitag, 13. August 2010 – ab 19 Uhr mit Performance :
Corinna Eikmeier: Cello
Martina Reichelt: Tanz
Rémy Mouton: Digitale Prozesskunst
3. Oktober 2010, 18 bis 21 Uhr First Friday bei Galerien Berlin Mitte
Finissage: Sonntag, 12. September 2010 - 11 bis 16 Uhr
Die Galerie en passant präsentiert in der Ausstellung VIER POSITIONEN vier Künstlerinnen die sich in ihrer Arbeitsweise, Ausdrucksform und Materialität (Stein, Ölfarbe, Tanz und Papier) deutlich voneinander absetzen.
Den roten Faden der Ausstellung bildet die Auseinandersetzung mit Bewegung - die Bewegung des Lichts, des Körpers, die Geschichte der Bewegung und der Form, verknüpft mit sichtbaren und virtuellen Linien im Raum
Die Gruppenausstellung von Mechthild Ehmann, Dorothea Schutsch, Martina Reichelt und Uschi Krempel eröffnet mit einer Performance
am Freitag, den 13. August 2010 um 19 Uhr
von Corinna Eikmeier (Cello) Martina Reichelt (Tanz) und Rémy Mouton (Digitale Prozesskunst)
Jochen Schneider (geb. 1976) zeigt in seiner ersten Einzelausstellung in der Galerie en passant unter dem Titel Puls. Zeichnungen seine Arbeiten.
Der Zeichner studierte zunächst an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle Kunsterziehung bei Una H. Moehrke, danach Freie Kunst an der Hochschule für Künste Bremen, wo er im Jahr 2009 Meisterschüler bei Paco Knöller war.
Jochen Schneider hat die Zeichnung als sein primäres künstlerisches Arbeitsfeld gewählt; ein Medium, dem er eine ganz eigene Faszination abgewinnt. Im Prozess des Zeichnens erforscht er die Möglichkeiten der nur scheinbar simplen Materialien wie Bleistift und Papier.
Verdichtete Strukturen entstehen, die so gar nicht skizzenhaft die Materialität des Mediums transzendieren. So erscheinen manche der Zeichnungen wie Applikationen - pelzig und weich - oder glatt wie ein Scherenschnitt. Die konventionellen Kategorien von Zeichnung, Malerei und Plastik sind gleichsam aufgehoben.
Seine zeichnerische Inspiration bezieht der junge Künstler aus alltäglichen Beobachtungen; obwohl gespeist aus Erinnerungen, begegnet der Betrachter in seinen Zeichnungen nicht einem bloßen Abbild der Wirklichkeit, vielmehr thematisiert er in seinen Arbeiten deren Verdichtung und Reduktion. Jochen Schneider fügt einzelne Teile neu zusammen, kombiniert und konstruiert, erfindet neu. So sind in seinen Zeichnungen viele Elemente einerseits bis ins Extrem körperlich und andererseits doch abstrakt. Sie erscheinen bewegt und pulsierend, einer eigentümlichen Dynamik verhaftet, die sich außerhalb des vom Bildrand erfassten Raumes fortsetzt.
Vernissage Freitag, den 17. September 2010, 19.00 Uhr – 21.00 Uh
3. Oktober: 18 bis 21 Uhr First Friday Galerien Berlin Mitte
9. und 10. Oktober 11 bis 19 Uhr Open Weekend Galerien Mitte
Finissage, Freitag, den 22. Oktober 2010, 19.00 Uhr – 21.00 Uhr
Fünf Fotografen an der Schnittstelle von Fotografie und Modernisierung. Der Titel, entliehen aus Chaplins Meisterwerk, spielt an auf die Skepsis und Ergebenheit der Menschen gegenüber dem technischen Fortschritt. Bezugnehmend auf das Phänomen globaler Verstädterung zeigt
Fotos aus ihrer Serie „China Transformationen“. Auch
blickt nach Asien. Sie transformiert die Architektur Shanghais mittels digitaler Bildbearbeitung.
„Adlershof“ spürt dem Rückzug in die Idylle und dem Festhalten an traditionellen Wohnkonzepten in diesem Stadtbezirk nach.
s Arbeit mit Langzeit-Lochkameras ermöglicht eine einzige Aufnahme über Monate hinweg – Langsamkeit wird so den klassischen Elementen der Modernisierung wie Dynamik und Geschwindigkeit entgegengesetzt.
zeigt in „sightseeing“ Fotografien aus ihrer umfangreichen Sammlung anonymer Privatfotografien (Volks-Bild) und analysiert darin das Verhalten von Touristen im Stadtraum.